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Lempertz: Auktion der Asiatischen Kunst

12.06.2007
Lempertz
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Höhepunkt der mit über 1180 Objekten bestückten Auktion, die über 1.4 Millionen einspielte, wurde mit 73.000, die ein deutscher Sammler bewilligte, eine Guanyin aus feuervergoldeter Bronze. Der 40 cm hohe „Bodhisattva des unendlichen Mitgefühls“ aus der Ming-Zeit (17. Jh.) saß in seiner weiblichen Erscheinungsform im königlichen Spielsitz auf einem Lotos (Lot 227, 35.000). Es folgten ein sinotibetischer Buddha Shakyamuni der Qing-Zeit, den entschlossene Telephonbieter von 4.500 bis auf 26.000 trieben (Lot 237, 4.500), die auch eine kleiner Elfenbein-Guanyin aus dem späten 16./1. Hälfte des 17. Jh. erreichte (Lot 378, 3.000). Heftig umworben war gleichfalls ein sinotibetischer Vaishravana. Bei dem grimmigen, bärtigen Beschützer der nördlichen Weltgegend aus dem 18./19. Jh. wollten die Bieter sich erst bei 28.000 geschlagen geben (Lot 568, 2.000).

Ein weiter 149 cm langer Satin-Damenmantel erregte heftiges Interesse und fand erst bei 18.000 eine neue Bestimmung (Lot 410, 900). Eine große, blau-weiße Fishbowl des späten 18. Jh. aus dem ehemaligen Besitz des in Sarajewo 1914 bei einem Attentat getöteten Erzherzogs Thronfolger Franz Ferdinand von Österreich-Este ging für 24.000 in den Besitz eines englischen Privatsammlers (Lot 126, 20.000). 17.000 erreichte ein ca. im 11. Jh. v. Chr. entstandener bronzener Speisenbehälter aus der frühen Westlichen Zhou-Zeit aus der gut abgesetzten Sammlung Kappesser (Lot 251, 15.000). Ein großer bronzener Spiegelhalter der Ming-Zeit mit einer Taxe von 1.200 weckte großes Interesse und wurde nach einem heftigen Bietgefecht bis auf 17.000 getrieben (Lot 261).
Ein um 1800 entstandener 25,2 cm hoher Cloisonné-Pavillon mit Amitayus-Figur aus einer alten österreichischen Sammlung wurde durch zahlreiches Interesse von 4.000 bis 15.000 gesteigert (Lot 300). Von ebenfalls 4.000 sprang ein kleiner Tischstellschirm aus der 2. Hälfte des 17. Jh. auf 13.500 (Lot 295). Noch größer war der Anstieg für ein gesticktes Paneel des 19. Jh., das, von 700 kommend, erst bei 8.500 von einem holländischen Sammler übernommen werden konnte (Lot 432). Auf großes Interesse stieß ein indisches Luntenschloßgewehr des 18./19. Jh. Zwei Bieter ließen nicht locker, bis die Taxe von 2.500 mit 13.500 weit übertroffen worden war (Lot 495). Noch heftiger wurde von mehreren Saal- und Telephonbietern um einen sinotibetischen Amitayus des 19. Jh. gerungen. Die 19 cm hohe Verkörperung des „unermeßlichen Lebens“ inspirierte zu heftigem Bieten, das die feuervergoldete Bronze-Figur von 1.200 bis auf 19.500 emportrieb (Lot 548).

Die japanische Kunst wurde neben den exzellent abgesetzten Tsuba von einem anonymen Maler der Kano-Schule dominiert. Sein zweiteiliger Stellschirm aus dem 18. Jh. stieg auf 19.500 (Lot 749, 15.000). Ein Buddha Amida der Edo-Zeit wurde von 2.600 bis 8.500 gehoben (Lot 797), die auch eine aus derselben Zeit stammende dekorative Hängerolle mit der Darstellung des Kasuga Hirsch-Mandalas erreichte (Lot 758, 3.000). Sehr begehrt war ebenso ein gelbmetallenes Tsuba aus dem Jahr 1858, das von 1.800 bis 7.500 gesteigert wurde (Lot 982). Ein großer, 208,5 cm hoher Kabinettschrank des späten 19. Jh. aus Holz, Lack und Elfenbeineinlagen wurde von 4.500 auf 8.000 gehoben (Lot 907).

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