Frank Piasta in der Galerie Feuerstein
 06.10.2007 | Frank Piasta: Schichten und Teilen - vom 6.10. bis zum 30.11.2007
Bereits seine frühe Faszination durch die Freskenmalerei der Frührenaissance (insbesondere Giotto und Piero della Francesca) deutet auf das zentrale Thema der künstlerischen Arbeit von Frank Piasta hin, auf die Frage nämlich: Wie bringt man mit den Mitteln der Malerei Farbe in den Raum? Im Bewusstsein der historischen Dimension dieser Fragestellung und der langen Tradition ihrer Beantwortung trieb Piasta die Entwicklung seiner Malerei ausgehend von den künstlerischen Ansätzen seiner akademischen Lehrmeister voran, aber auch in steter kritischer Auseinandersetzung mit aktuellen malerischen Positionen gleichaltriger und älterer Kollegen (insbesondere Reto Boller, Katharina Grosse, Jus Juchtmans). 1998 Entscheidung, die traditionellen Bildmittel der Ölmalerei aufzugeben und nach neuen Wegen zu suchen, Farbe in ihrer Dualität von Kolorit und Materialität zu definieren. Nach einer experimentellen Phase mit Acrylpasten fand er im Frühjahr 1999 zu dem Werkstoff Silikon, der seither im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit steht. Mit Pigmenten angereichert und mit Hilfe von Rakeln oder Spachteln auf Holz, Aluminium oder auch Leinwand mehrschichtig aufgetragen, erzielt das halbtransparente Material eine Fülle von ästhetischen Wirkungen, die je nach Beleuchtung, Blickwinkel und Platzierung im Raum zwischen Opazität und Transluzenz, zwischen objekthafter Materialität und immaterieller Farbigkeit changieren. Das "Bild" wird dadurch zu einem lebendigen Objekt im Austausch mit seinem räumlichen Kontext. 2000 DAAD-Stipendium in New York. Durch die intensive Auseinandersetzung mit amerikanischer Gegenwartskunst findet Piasta die Ermutigung zu freieren Materialexperimenten. Arbeitet zur Zeit unter anderem an Versuchen, das farbige Silikon ohne Vermittlung eines Bildträgers einzusetzen und als Farb-Objekte direkt an der Wand zu platzieren. – Lebt seit 1997 in Berlin, Deutschland. | | |