Der französische Künstler Fernand Léger wurde 1881 geboren und verstarb 1955 in der Nähe von Paris. Er war Maler, Graphiker und Keramiker und erhielt unter anderem den Malerpreis auf der Biennale von São Paulo im Jahr 1955. Der Künstler begann seine Karriere als Architekturzeichner.
Im Jahr 1900 ging er jedoch nach Paris, um an der "Ecole des Arts Décoratifs" und der "Académie Julian" zu studieren. Die ersten Kunstwerke, die Léger schuf, waren im impressionistischen Stil gemalt. Er schloss sich dann jedoch der Puteaux-Gruppe an, die eher dem Bereich des Kubismus zuzuordnen ist.
Im Jahr 1908 eröffnete Fernand Léger ein Atelier in der Pariser Künstlerkolonie "Zone". Dort war er gemeinsam mit anderen Künstlern, unter anderem mit Marc Chagall, tätig. Nach seinem Einsatz im ersten Weltkrieg begann Léger seine so genannte mechanische Periode, die durch die Kriegsmaschinerie inspiriert war. Diese zeichnete sich durch präzise, hart definierte Darstellung moderner Objekte, beispielsweise Zahnräder und Schrauben, aus. Auch Menschen wurden dort als maschinenhafte Wesen dargestellt.
Der Künstler verbrachte einige Zeit in den USA und lehrte von 1940 bis 1945 an der Yale Universität. Neben Gemälden schuf Léger auch monumentale Kunst, er war unter anderem für die Dekoration des UNO-Gebäudes in New York aktiv und fertige Mosaiken und Glasfenster für einige Kirchen an.
Die Galerie Lempertz Contempora und das Auktionshaus Lempertz haben eine besondere Beziehung zu Léger, weil in ihrem Haus das Werk "Contraste de Formes" für einen Weltrekordpreis von 1.280.000 Euro verkauft wurde. Dieser Preis wurde noch nie für eine Gouache-Arbeit des Künstlers gezahlt. Das Bild wird sogar auf der Internetstartseite des Kunsthauses abgebildet, um seine Relevanz zu verdeutlichen. "Contraste de Formes" wurde 1913 gemalt und ist eine Arbeit aus Gouache und Aquarell auf elfenbeinfarbigem Bütten. Es hat eine Größe von 41,5 x 31,7 cm. |