Der Maler Hans Schulte wurde im Jahr 1967 in Essen geboren und absolvierte sein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie. Seit 2006 wird er von der Kudlek van der Grinten-Galerie repräsentiert. Seine Werke stellen stets eine Mischung aus Zeichnung, Objekt und Malerei dar.
Bei seiner Arbeit verwendet Schulte einen traditionellen Bildträger, eine Leinwand mit dunkler Grundierung. Darauf wird jedoch ein speziell angefertigter Kunststoffgrund aufgetragen, der durch seine plastische Qualität eine weitere Gestaltung der Bilder ermöglicht. So können während des Arbeitsprozesses die Malerei mit der Auslöschung (beispielsweise durch Löcher oder Einritzen) kombiniert werden. Diese Entstehungsweise ist auch beim Betrachten der Endprodukte noch nachvollziehbar.
Inhaltlich bedient sich Schulte einem breiten Spektrum bereits bekannter Motive. Diese sollen durch seine spezielle Arbeitsweise jedoch mit einer neuen, subjektiven Deutung versehen werden. Er nutzt einerseits übercodierte Motive wie Cowboys, andererseits aber auch meist neutrale Objekte wie Boote oder Urlaubslandschaften.
Hans Schulte wählt bewusst Bildmotive aus, die in der Vergangenheit bereits so häufig verwendet wurden, dass sie zu meist entleerten Ikonen wurden. Durch den gestalterischen Prozess von Schulte sollen diese Objekte neu belebt werden. Dafür ritzt der Künstler in einem zweiten Schritt die bereits fertig gemalten Bilder ein oder kratzt sie aus. Dadurch entstehen abstrakte Elemente mit eigenen Schatten und einer dreidimensionalen Oberfläche, die den Bildern einen neuen Charakter verleihen.
Seine Anregungen nimmt Hans Schulte meist aus Werbeprospekten oder privaten Fotos und Zeitungsausschnitten. Im Jahr 2004 wurde ihm für seine Arbeit der Preis der Bergischen Kunstausstellung verliehen. |